Dorothy Mary Hodgkin

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Dorothy Mary Hodgkin, geb. Crowfoot, 1910-194

Sie wurde am 12. Mai 1910 in Kairo (Ägypten) geboren und starb am 29. Juli 1994 in Ilmington, Warwickshire ( GB). Obwohl Dorothy in Agypten geboren wurde, wuchs sie zum größe- ren Teil bei den Großeltern in England auf. Sie hatte sich schon als kleines Mäd- chen für die Chemie interessiert und durfte mit einer Freundin zusammen am Chemieunterricht der Jungen, dem einzigen naturwissenschaftlichen Unterricht der Schule, teilnehmen. Schon in der Grundschule beschäftigt sie sich damit, Kristalle zu züchten, und Kristalle wurden zum Thema, an dem sie ihr ganzes Leben forschte. Die Arbeiten, die ihr schließlich den Chemie-Nobelpreis einbrachten, führte
sie während des 2. Weltkrieges und in der Nachkriegszeit durch. 1949 veröffentlichte sie dann ihre Arbeit über die Struktur des Penizilline und 1956 über die des Vitamins B12. Später hat Dorothy Hodgkin noch die Struktur des Antibiotikums Cephalosporin C (1961) und des Insulins aufgeklärt.
Den Nobelpreis für Chemie erhielt sie 1964, als dritte Frau nach Marie → Curie und Irène → Joliot- Curie. Ebenfalls als dritte Frau wurde 1947 Mitglied der Royal Society of London. Ab 1946 war sie Dozentin für Kristallographie und ab 1960 Professorin an der Universität Oxford. Neben ihrer Tätig- keit als Wissenschaftlerin hat sie ihre Kinder selbst erzogen und sich darüber hin- aus mit ihrem Mann zusammen sozial engagiert. Dorothy Hodgkin ist Mitglied der Pugwash-Bewegung gewesen, einer Vereinigung von Wissenschaftlern, die sich für die atomare Abrüstung einsetzt. Für dieses Engagement erhielt sie 1987 den Lenin-Friedenspreis.

Quelle: Lexikon der Naturwissenschaflerinnen und naturkundigen Frauen Europas// Renate Stohmeier